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Sie sind hier: News / Journalscreening » Magen-Darm » Diarrhoe 29. November 2020
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Rotaviren-Impfung bei Kleinkindern gegen Gastroenteritis
 
Rotaviren sind eine häufige Ursache für Durchfallerkrankungen bei Kleinkindern. Linhares und Kollegen überprüften in dieser Phase III-Studie die Wirksamkeit und Sicherheit der oralen, abgeschwächten Lebendimpfung gegen humane Rotaviren (RIX4414) zur Verhinderung von schweren Gastroenteritiden bei Kindern in den ersten 2 Lebensjahren.

15’183 gesunde Kinder im Alter von 6-13 Wochen aus 10 lateinamerikanischen Ländern wurden in die doppelblinde, placebokontrollierte Phase III-Studie eingeschlossen. Die Kleinen erhielten entweder 2 orale Impfdosen RIX4414 (Rotarix®) oder Placebo, verabreicht im 2. und 4. Lebensmonat. Der primäre Studienendpunkt war die Wirkung des Impfstoffs zwischen 2 Wochen nach der zweiten Impfung und dem ersten Geburtstag respektive dem 2. Geburtstag.   

 

897 Kinder wurden aus der Analyse ausgeschlossen. In den 2 Jahren traten in der Impfgruppe weniger schwere Gastroenteritiden durch Rotaviren auf als in der Placebogruppe (32 von 7'205 [0.4%] vs. 161 von 7’081 [2.3%], p<0.0001). Die Wirksamkeit der Impfung lag bei 80.5-82.1% gegen den Rotavirenstamm des Wildtyps G1,  bei 77.5% gegen den gepoolten nicht G1-Stamm und bei 80.5% gegen den gepoolten nicht G1-P-Stamm. Die Wirksamkeit des Impfstoffs gemessen an Spitaleinweisungen wegen einer Gastroenteritis betrug 83.0% respektive 39.3% für Gastroenteritiden jeglicher Ursache. Eine Invagination (Einstülpung eines Darmabschnittes in einen anderen) im zweiten Jahr wurde nicht beobachtet.

 

Konklusion der Autoren: Zwei Impfdosen der oralen abgeschwächten Lebendimpfung gegen humane Rotaviren (RIX4414), verabreicht in den ersten beiden Lebensmonaten, sind während mindestens 2 Jahren gegen schwere, durch Rotaviren verursachte Gastroenteritiden wirksam. Eine Aufnahme dieser Impfung in den routinemässigen Impfplan könnte die weltweite Belastung durch Rotavirenerkrankungen deutlich reduzieren.


The Human Rotavirus Vaccine Study Group Lancet 2008;371:1181-1189


 


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