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Sie sind hier: Kongresse / Tagungen » Kongressberichte 04. Februar 2012
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Kolonkarzinom

Übergewicht als Risikofaktor für Polypen

Ein Team der New York University hat die aktuellen und vergangenen BMI-Werte von erwachsenen Personen, welche sich für eine Screening-Kolonoskopie vorstellten, studiert [Abstract 314]. Es zeigte sich eine signifikante Assoziation zwischen dem BMI und der Polypenrate: Bei Übergewicht seit vielen Jahren betrug die Polypenprävalenz 27%, im Vergleich zu 13% bei Personen mit konstant normalem BMI. Teilnehmer, welche früher normalgewichtig waren und aktuell übergewichtig, hatten ein 19%iges Polypenrisiko. Chronisches Übergewicht scheint also ein signifikanter Risikofaktor für Polypen und damit wahrscheinlich auch für die Entwicklung eines kolorektalen Karzinoms zu sein, so die Studienautoren.

 

Screening

Eine Studie ging der Frage nach, ob die virtuelle Kolonoskopie die Standardkolonoskopie teilweise verdrängen wird [Abstract 683]. Die virtuelle Kolonoskopie hat zwar den Vorteil der geringeren Invasivität, gewichtige Nachteile sind jedoch die Unmöglichkeit von histologischen Diagnosen und Therapien in der gleichen Sitzung. Die Analyse von Pfau und Kollegen über die Jahre 2003 bis 2008 zeigen jedoch, dass der Einsatz der traditionellen Kolonoskopie durch die virtuelle Kolonoskopie in den USA nicht reduziert wurde. Im Gegenteil: Obwohl die virtuellen Kolonoskopien (in 8.5% der Fälle) zugenommen haben, wurden auch mehr endoskopische Kolonoskopien durchgeführt (in 86.6% der Fälle).

 

Therapie

Das krankheitsfreie Überleben nach 5 Jahren war bei Patienten mit frühem, nicht invasivem, intramukosalem Kolonkarzinom 100%, unabhängig davon, ob der Tumor lokal oder radikal (segmental) reseziert wurde. Patienten mit einem T1 Tumor, welcher die Submukosa erreicht hat, haben jedoch ein signifikant besseres krankheitsfreies 5-Jahresüberleben, wenn sie radikal operiert werden. Die Rezidivrate betrug 3% nach radikaler und 13% nach lokaler Resektion. Auch das Gesamtüberleben nach 5 Jahren sprach signifikant zugunsten der radikalen Operation. Dies sind die Resultate einer an der DDW präsentierten Studie bei über 500 Patienten [Abstract 230].

 

 
Mediscope/DDW 2010
 
20.06.2010 - dde
 



 
 

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