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Sie sind hier: Kongresse / Tagungen » Kongressberichte 11. Juli 2020
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Reflux / Peptische Ulzera / Oesophagitis / Barrett

Gastrointestinales Blutungsrisiko: Celecoxib versus NSAR + PPI

In der randomisierten, multizentrischen CONDOR-Studie haben die Studienautoren 4484 Patienten mit einer Arthrose oder einer Rheumatoiden Arthritis während 6 Monaten täglich entweder mit 2 x 200 mg Celecoxib oder 75 mg Diclofenac SR plus 20 mg Omeprazol behandelt. 19% der Teilnehmer hatten eine positive Anamnese bezüglich peptischem Ulkus oder Ulkusblutung. Ein klinisches Ereignis im oberen oder unteren GI-Trakt war nach 6 Monaten bei 71 von 1730 Patienten in der Celecoxibgruppe und bei 182 von 1621 Patienten in der Diclofenac/PP-Gruppe aufgetreten (p<0.0001) [Abstract 110]. Dieser Unterschied war vor allem durch weniger Anämien bedingt. Symptomatische Ulzera fanden sich bei 11 mit NSAR/PPI behandelten und bei 5 mit Celecoxib behandelten Teilnehmern. Andere Nebenwirkungen, auch kardiovaskuläre, waren in beiden Gruppen etwa gleich häufig. Celecoxib scheint demnach eine geringere GI-Toxizität zu haben als Diclofenac in Kombination mit Omeprazol, so die Konklusion der Studienautoren.

 

PPI-Einnahme während Schwangerschaft und kardiale Geburtsdefekte

Mehr als die Hälfte der schwangeren Frauen leidet unter Reflux (GERD), meist bereits früh in der Schwangerschaft, wenn der Fetus noch relativ vulnerabel ist. Die Autoren einer Studie in Grossbritannien haben die medizinischen Daten von Frauen, welche zwischen 2000 und 2008 ein Kind erwartet hatten, bezüglich Effekt der PPI auf kardiale Geburtsdefekte analysiert [Abstract 475]. Die Einnahme von PPI in der Schwangerschaft war im Vergleich zur PPI-Abstinenz mit einem doppelt so hohen Risiko für kardiale Defekte beim Neugeborenen assoziiert. In Anbetracht dieser Ergebnisse sollten bei Schwangeren allenfalls zuerst H2-Rezeptorblocker gegen den Reflux eingesetzt werden, so die Studienautoren.

 

Eosinophile Oesophagitis

Eine Budesonid-Suspension hat sich in einer kleinen Studie an 24 Kindern und Adoleszenten als äusserst effektive Therapiemethode erwiesen. Die Kinder erhielten zur Suspension von 1-2 mg Budesonid oder Pladebo täglich alle 15 mg Lansoprazol. Nach 3 Monaten hatten 86.7% der Patienten auf Budesonid angesprochen. Der Eosinophilen-Peak reduzierte sich unter Budesonid von 66.7 auf 4.8 und unter Placebo von 83.9 auf 65.5. Lansoprazol hatte keinen günstigen Effekt auf die Oesophagitis, was gegen eine Reflux-ähnliche Ursache spricht.

 

Radiofrequenzablation bei Barrett-Oesophagus (BE)

Ungefähr einer von 200 Patienten mit einem BE entwickelt ein Oesophaguskarzinom. Um ein solches möglichst früh zu entdecken, werden bei Patienten mit einem BE regelmässige endoskopische Screeninguntersuchungen empfohlen. Eine prospektive Multizenterstudie der Mayo Klinik hat nun gezeigt, dass ein BE durch die endoskopische Radiofrequenzablation eliminiert werden kann, was ein Monitoring überflüssig machen könnte [Abstract 358]. Die Studienautoren haben die metaplasierten Barrett-Zellen mittels Radiofrequenzablation verbrannt und die Behandelten während 5 Jahren beobachtet. Von 50 Patienten, bei welchen der BE nach 2.5 Jahren eliminiert werden konnte, waren 46 auch nach 5 Jahren frei von einem BE. Bei den restlichen 4 konnten die übrigen Zellen mit einer intestinalen Metaplasie in einer einzigen Radiofrequenzablations-Sitzung eliminiert werden.

 

 
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20.06.2010 - dde
 



 
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