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In einer Kohorte von 380 Crohn-Patienten wurde die Gesamt- und krankheitsbezogene Sterblichkeit 10 Jahre nach Diagnosestellung (Zeitraum 1991 bis 1993) erhoben. Die standardisierten Mortalitätsraten (SMR) wurden für geographische und phänotypische Untergruppen bestimmt.
37 Todesfälle traten auf, 21.5 waren erwartet worden (SMR 1.85). Beide Geschlechter wiesen ein signifikant erhöhtes Mortalitätsrisiko auf (SMR bei Frauen 1.93, bei Männern 1.79). Nordeuropäer hatten ein signifikant erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko (SMR 2.04). Bei den Patienten aus Südeuropa bestand ebenso diese Tendenz (SMR 1.55). Patienten mit Dickdarmbefall und entzündlichem Geschehen bei Diagnosestellung hatten ebenfalls ein erhöhtes Mortalitätsrisiko. Ein Alter über 40 Jahre bei Diagnosestellung war mit einer höheren Gesamt- sowie krankheitsbezogenen Mortalitätsrate assoziert. Die erhöhte Sterblichkeit war überwiegend gastrointestinalen, krankheitsbezogenen Komplikationen zuzuschreiben.
Konklusion der Autoren: In dieser Kohorte europäischer Crohn-Patienten war das 10-Jahres-Mortalitätsrisiko nach Diagnosestellung erhöht. Ein Alter über 40 bei Diagnose war mit einer erhöhten Mortalität assoziiert.
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