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Sie sind hier: News / Journalscreening » Magen-Darm » Diarrhoe 19. September 2020
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Rifaximin zur Prophylaxe von Reisediarrhoe
 
Die häufigsten pathogenen Erreger von Reisediarrhöe sind die enterotoxischen Escherichia coli. Eine Prophylaxe mit Antibiotika könnte die Diarrhöe sehr effektiv verhindern. Die Autoren untersuchten die Wirksamkeit und Sicherheit des nicht systemisch absorbierten Antibiotikums Rifaximin (Normix ®) zur Prophylaxe von Reisediarrhöe. Rifaximin ist in der Schweiz nicht auf dem Markt erhältlich.

210 amerikanische Studenten, die nach Mexiko reisten, wurden in die randomisierte, doppelblinde und kontrollierte Studie eingeschlossen und in eine der vier Gruppen randomisiert:

  • Rifaximin 200 mg/d
  • Rifaximin 2 x 200 mg/d
  • Rifaximin 3 x 200 mg/d
  • Placebo als Kontrolle

Die Intervention und der Follow up erfolgte für 3 Wochen, während die Nebenwirkungen während 5 Wochen erfasst wurden.

 

14.74 % der Gruppe mit Rifaximin und 53.7 % der Placebogruppe entwickelten eine Reisediarrhöe (RR = 0.27). Rifaximin verhinderte bis zu 72 % aller Reisediarrhöen und 77 % deren, die eine weitere Antibiotikabehandlung benötigen würden. (P < 0.001 für beide). Verglichen mit Placebo waren alle Rifamixin-Dosierungen zur Prophylaxe der Diarrhöe überlegen. Rifaximin reduzierte gegenüber Placebo auch bei Studienteilnehmern ohne schwere Diarrhöe signifikant mässige diarrhöeische Beschwerden (P = 0.02), Gasentwicklung (P = 0.02) und mässige bis schwere Bauchschmerzen oder Krämpfe (P = 0.009). Bei den Nebenwirkungen wurden zwischen der Placebogruppe und den verschiedenen Rifaximgruppen keine signifikanten Unterschiede beobachtet. Unter Rifaximin traten minimale Veränderungen der Darmflora auf.

 

Konklusion der Autoren: Mit Rifaximin konnte das Auftreten einer Reisediarrhöe mit nur minimaler Veränderung der Stuhlflora reduziert werden. Weitere Studien sollten durchgeführt werden um die Wirksamkeit von Rifaximin zur Prävention des postinfektiösen Reizdarmsyndroms zu untersuchen.

 

Link zur Studie


H. L. DuPont et al Ann Int Med 2005;142:805-812


 


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