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Sie sind hier: News / Journalscreening » Magen-Darm » Neoplasie 25. September 2020
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Niedrig dosiertes Aspirin zur Prävention des Kolonkarzinoms effektiv
 
Hoch dosiertes Aspirin hat sich zur Vorbeugung kolorektaler Karzinome als effektiv erwiesen, potentielle Nebenwirkungen schränken eine Langzeitanwendung jedoch erheblich ein. Eine im Lancet vorab online publizierte Metaanalyse randomisierter Studien hat nun den präventiven Effekt von niedrig dosiertem Aspirin untersucht.

Die Metaanalyse schloss 4 randomisierte Studien ein, in welchen niedrig dosiertes Aspirin (75-300 mg täglich) im Vergleich zu einer Kontrollintervention zur Primär- oder Sekundärprävention vaskulärer Ereignisse untersucht wurde. Primärer Endpunkt der Metaanalyse war das Auftreten eines kolorektalen Karzinoms über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren.

 

Nach einem durchschnittlichen Follow-up von 18.3 Jahren war bei 391 von 14'033 Patienten (2.8%) ein kolorektales Karzinom aufgetreten. Die Einnahme von Aspirin reduzierte das Kolonkarzinomrisiko (HR 0.76, p=0.02) sowie die Kolonkarzinom-assoziierte Mortalität (HR 0.65, p=0.005) über 20 Jahre signifikant. Die Risikosenkung zeigte sich insgesamt nur beim proximalen Kolonkarzinom (HR 0.45 für die Inzidenz und 0.34 für die Mortalität), nicht aber beim distalen. Das Risiko für ein Rektumkarzinom war unter Aspirin nicht signifikant geringer als unter Kontrollintervention (HR 0.90). Der präventive Effekt von Aspirin nahm mit zunehmender Dauer der Aspirinexposition deutlich zu: Bei einer Einnahmedauer von mindestens 5 Jahren konnte das Kolonkarzinomrisiko um ca. 70% und das Rektumkarzinomrisiko um immerhin ebenfalls signifikante 40% reduziert werden. Die absolute Risikoreduktion betrug 1.76% (NNT = 57). Eine Dosierung über 75 mg täglich zeigte keinen zusätzlichen Effekt.

 

Konklusion der Autoren: Die präventive Einnahme von mindestens 75 mg Aspirin täglich reduziert die Langzeit-Inzidenz und –Mortalität durch das kolorektale Karzinom bedeutend. Der Effekt war am grössten im proximalen Kolon, welches beim Screening sowieso am schlechtesten untersuchbar ist.


Rothwell PM et al Lancet 2010, online Publikation 22. Oktober


 


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