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News aus der weltweiten Fachliteratur

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Gewichtsreduktion mit Sibutramin erhöht kardiovaskuläres Risiko
Sibutramin ist bei Übergewichtigen und Adipösen auch in der Schweiz zur Gewichtsabnahme zugelassen. Die Resultate einer grossen randomisierten Studie zeigen nun, dass das Risiko für Myokardinfarkte und Hirnschläge bei Patienten mit einem hohen kardiovaskulären Risiko nach längerer Sibutramin-Exposition erhöht ist.
NEJM 2010;363:905-917 , James WP et al

Assoziation zwischen Diabetesdiagnose und Lebererkrankung
Neusten Untersuchungen zufolge geht eine Insulinresistenz bei Adipositas mit einer hepatischen Dysregulation einher. Die Folgen in der Leber sind oxidativer Stress und Steatose. Eine Studie ist nun der Frage nachgegangen, ob Personen mit einem neu diagnostizierten Diabetes ein erhöhtes Risiko für ernsthafte Lebererkrankungen haben.
CMAJ 2010;182:E526-E531 , Porepa L et al

Calprotectin im Stuhl zum Ausschluss einer IBD
Calprotectin ist ein sensitiver Marker für eine Entzündung im Darm. Die Autoren einer Metaanalyse haben den Wert der Calprotectin-Bestimmung im Stuhl zum Ausschluss einer entzündlichen Darmerkrankung (IBD) evaluiert und untersucht, wie viele Endoskopien dadurch eingespart werden könnten.
BMJ 2010;341:c3369 , van Rheenen PF et al

Magendarm-Verträglichkeit von Celecoxib besser als PPI plus NSAR
COX-2 Hemmer einerseits und nicht selektive nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) plus Protonenpumpenblocker (PPI) andererseits sind zwei erwiesenermassen wirksame Therapiestrategien bei Arthrose oder Rheumatoider Arthritis. In der CONDOR-Studie wurde die gastrointestinale Verträglichkeit der beiden Therapien miteinander verglichen.
Lancet 2010;376:173-179 , Chan FK et al

Fibrin-Gel zur Therapie perianaler Fisteln
Fibrin-Gel aktiviert Thrombin und kann auf diesem Weg einen mechanischen Verschluss von Fisteln bewirken. Die Effektivität einer Fisteltherapie mit Fibringel wurde in einer kleinen randomisierten Studie bei Patienten mit einem Morbus Crohn getestet.
Gastroenterology 2010;138:2275-2281 , Grimaud JC et al

Kapselendoskopie bei Eisenmangelanämie unklarer Ursache
Bei ca. 30% der Eisenmangelanämien kann trotz endoskopischer, serologischer und hämatologischer Diagnostik keine definitive Diagnose gestellt werden. Eine Studie untersuchte den Stellenwert der Kapselendoskopie bei Patienten mit unklarer Ursache für die Eisenmangelanämie.
Dig Liver Dis 2010, online Publikation 15. März , Riccioni ME et al

Helicobacter-Eradikationstherapie bei Eisenmangelanämie
Eine Eisenmangelanämie geht nicht selten mit einer Helicobacter pylori Infektion einher. Die Autoren einer vorzeitig publizierten Metaanalyse haben untersucht, ob die Helicobacter-Eradikationstherapie in Kombination mit der Eisensubstitution einen günstigen Effekt auf den Hb-Verlauf hat.
Scand J Gastroenterol 2010, online Publikation 4. März , Wenzhen Y et al

Ansprechen auf Verhaltenstherapie bei Reizdarm
Verhaltenstherapie hat sich bei Patienten mit Reizdarm (IBS) als effektive Massnahme zur Linderung der Beschwerden erwiesen. Blankstein und Kollegen haben in einer kleinen Studie untersucht, wie viele Patienten in welcher Zeit auf die Therapie ansprechen und wie lange der Effekt anhält.
Clin Gastroenterol Hepatol. 2010;8:426-432 , Blankstein U et al

NASH spricht auf Vitamin E an
Für die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH), welche in bis zu 15% der Fälle zur Leberzirrhose fortschreitet, gibt es zurzeit keine etablierte Therapie. Sanyal und Kollegen haben den Effekt von Vitamin E und Pioglitazon auf den Verlauf der NASH untersucht.
NEJM 2010, online Publikation 28. April , Sanyal AJ et al

Einmalige Sigmoidoskopie reduziert kolorektale Karzinome beträchtlich
Das kolorektale Karzinom ist weltweit der dritthäufigste maligne Tumor. Die Autoren einer im Lancet vorzeitig publizierten Studie haben die Hypothese getestet, dass eine einmalige Sigmoidoskopie im Alter zwischen 55 und 64 Jahren das Auftreten und die Mortalität des Kolorektalkarzinoms beträchtlich vermindern würde.
Lancet 2010; online Publikation 28 April , Atkin WS et al

Morbus Crohn: Infliximab, Azathioprin oder Kombinationstherapie?
Infliximab und Azathioprin sind bei moderat bis stark aktivem Crohn zwei bewiesenermassen effektive Medikamente, ein direkter Vergleich der beiden Therapiestrategien war bisher jedoch nie durchgeführt worden. Colombel und Kollegen haben das mit ihrer im NEJM publizierten Studie nun nachgeholt.
NEJM 2010;362:1383-1395 , Colombel JF et al

Kolorektalkarzinom: Der Wert von Symptomen und diagnostischen Tests für die Früherkennung
Die Autoren einer systematischen Review und Metaanalyse haben den diagnostischen Wert von klinischen Befunden, Symptomen und diagnostischen Tests zur einfachen Früherkennung von kolorektalen Tumoren in der Praxis evaluiert.
BMJ 2010;340:c1269 , Jellema P et al

Polypen, Tumoren und Divertikel bei Reizdarm nicht gehäuft
Die Autoren einer im Am J Gastroenterol publizierten Studie haben untersucht, ob bei Patienten mit einem Reizdarm (IBS) im Vergleich zu einer Population ohne Magendarmbeschwerden häufiger strukturelle Anomalien in der Kolonoskopie gefunden werden.
Am J Gastroenterol 2010;105:859–865 , Chey WD et al

Hepatische Enzephalopathie: Neues effektives Medikament
Die hepatische Enzephalopathie ist eine schwerwiegende Komplikation der Leberzirrhose. Die Autoren einer im NEJM publizierten, randomisierten Studie haben den Effekt von Rifaximin, einem minimal absorbierten Antibiotikum, zur Prävention der hepatischen Enzephalopathie untersucht.
NEJM 2010;362:1071-1081 , Bass NM et al

Effekt von Alkohol und Übergewicht auf Lebererkrankungen
Dass chronischer Alkoholkonsum das Risiko für die Entwicklung einer Leberzirrhose erhöht, ist bekannt. Eine im BMJ publizierte Studie hat nun die Interaktion von Alkoholkonsum und Übergewicht hinsichtlich leberspezifische Mortalität analysiert.
BMJ 2010;340:c1240 , Hart CL et al

Clopidogrel und Protonenpumpenblocker (PPI)
PPI haben einerseits das Potenzial, gastrointestinale Blutungen zu verhindern, andererseits wurde in den letzten Jahren eine Interaktion zwischen Clopidogrel und PPI beschrieben, welche das kardiovaskuläre Risiko erhöhen könnte. Eine retrospektive Kohortenstudie ist der Wirkung und Sicherheit der Komedikation von Clopidogrel und PPI nachgegangen.
Ann Intern Med 2010;152:337-345 , Ray WA et al

Probiotika zur Prävention der Antibiotika-assoziierten Diarrhoe
Therapien für die Antibiotika-assoziierte Diarrhoe (AAD) und die Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe (CDAD) sind mässig effektiv. In einer Studie wurde nun der Nutzen der beiden Probiotika Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus casei in der Diarrhoeprophylaxe von Antibiotika-exponierten Patienten getestet.
Am J Gastroenterol 2010, online Publikation 9. Februar , Gao XW et al

IBD: Thromboserisiko im Schub viel höher als in Remission
Das Risiko für Thromboembolien ist bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhöht. Nicht bekannt war bisher, wie weit der Aktivitätsgrad der Erkrankung dieses Risiko beeinflusst. Eine im Lancet publizierte Studie ist dieser Frage nachgegangen.
Lancet 2010;375:657-663 , Grainge MJ et al

Morbus Crohn: Nutzen einer Langzeitantibiose
M. Feller vom Sozial- und Präventivmedizinischen Institut der Universität Bern und Kollegen haben anhand einer Review und Metaanalyse untersucht, ob sich eine antibiotische Langzeittherapie bei Patienten mit M. Crohn günstig auf die Remissionswahrscheinlichkeit auswirkt.
Clin Infect Dis 2010;50:473-480 , Feller M et al

Empfehlungen zur Verschreibung von NSAR
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) werden zur Schmerzlinderung sehr häufig eingenommen, die Nebenwirkungen können allerdings beträchtlich sein. In der amerikanischen Grundversorgerzeitschrift „American Familiy Physician“ wurden kürzlich Leitlinien zur Verschreibung von NSAR in der Praxis publiziert.
Am Fam Physician 2009;80:1371-1378 , Risser A et al

 
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